Beiträge

Spaß bei Spendenaktionen

Emsländer Ladies Club hat Freunde auf der ganzen Welt

Die Mitglieder vom Ladies‘ Circle Lingen/Meppen bei der Sommerkinoaktion auf dem Kräuterhof. Foto: privat

Die Mitglieder vom Ladies‘ Circle Lingen/Meppen bei der Sommerkinoaktion auf dem Kräuterhof. Foto: privat

Meppen. Der Ladies‘ Circle bietet jungen Frauen aus verschiedenen Berufsfeldern eine Plattform, nationale und internationale Kontakte zu knüpfen. Neben dem Erfahrungsaustausch engagieren sich die Mitglieder auch aktiv für soziale Projekte.

Ladies‘ Circle (LC) ist eine internationale Service-Organisation junger Frauen im Alter von 18 bis 45 Jahre. Ab dem 40. Lebensjahr ist eine Zustimmung der Präsidentin von LC Deutschland für den Eintritt nötig. Die Vereinigung hat seinen Ursprung in England. Im Jahr 1930 gründeten Frauen, inspiriert vom Clubleben ihrer Männer bei den Round Tables, einen eigenen Club. Mittlerweile gibt es 12000 Mitglieder in 36 Ländern. In Deutschland gibt es 67 Clubs.

Der Club Lingen/Meppen gehört zum Ladies‘ Circle Deutschland und wurde im Mai 2012 gegründet. Der offizielle Chartertermin war dann im September 2013. „Die Idee, im Emsland einen eigenen Club zu gründen entstand dadurch, dass Ladies’ Circle im Emsland bisher nicht vertreten war. Ich fand die Aktionen des Round Tables einfach toll, dass ich auch einen Club für Frauen gründen wollte“, erzählt Gründungspräsidentin Sandra Reichenberger.

Zu Ladies’ Circle Lingen/Meppen gehören derzeit 13 aktive Mitglieder. „Ein Club sollte aus maximal 25 jungen Ladies bestehen. Unsere jüngste Ladie ist derzeit 32 Jahre, die Älteste 43 Jahre“, erzählt Reichenberger. Mitglied kann man werden, wenn man Interesse an dem Club hat und dieses bekundet. Eine sogenannte Patin wird hinzugezogen, die die zukünftige Lady in der Regel schon kennt. Eine „Aspirantin“ (Anwärterin) kann dann an drei Tischabenden teilnehmen, sofern sie dann Interesse hat, wird Ihre Aufnahme einheitlich beschlossen.

Jeden dritten Dienstag findet ein sogenannter Tischabend statt, an dem Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht werden. „Getreu nach dem Motto ‚friendship and service‘ werden an diesen Abenden neben geplanten Aktivitäten auch die Serviceprojekte besprochen. Um den Austausch und die Weiterbildung zu fördern, gehört neben einem gemeinsamen Essen auch Zeit für Plaudereien und auch für einen Vortrag“, erzählt Reichenberger.

Die Clubmitglieder kommen aus verschiedenen Nationen; auch ihre Konfessionen und Berufsfelder sind unterschiedlich. So können unterschiedlich Ansichten und Meinungen sowie Erfahrungen ausgetauscht werden und neue soziale Projekte in Leben gerufen werden. Die Ladies setzten sich international für die Organisation „Children Of The Dump” ein, die ein Heim errichteten, um belgische Kinder ein Zuhause zu schaffen.

Aber auch national versuchen die Ladies dort zu helfen, wo die Not groß ist. „Wirhaben aktiv für die Fluthilfe, für den Kindergarten St. Michael in Lingen und für das Frauenhaus Meppen Spenden gesammelt“, sagt Reichenberger. Auch beim Freiluftkinoevent am Kräuterhof in Geeste, wo Cocktails und Würstchen verkauft wurden, spenden die Ladies die Summe an das internationale Serviceprojekt „Ladies gegen K.O. Tropfen“.

Wichtig ist den Mitgliedern, dass sie bei den Aktionen selbst aktiv werden. Ein kleiner Nebeneffekt – beim Waffel- oder Schlüsselanhängerverkauf kommt immer jede Menge Spaß auf. „Eine Lady zu sein bedeutet auch, Freunde auf der ganzen Welt zu haben. Sobald man sich als Lady erkennt, ist man im Gespräch miteinander und gleich willkommen“, erzählt die Gründungspräsidentin.

 

siehe: Meppener Tagespost vom 28.08.2014